Freitag, September 03, 2004

Basisdemokratisch

Nachdem ich bei der ersten Treffen der Steuerungsgruppe Struktur, versprochen habe im meinem Blog nichts über die Gruppe zu schreiben, bevor der gruppeninterne Konsens und Einigungsprozeß nicht abgeschlossen ist. Wir aber gleichzeitig beschlossen haben möglichst intensiv mit der Gruppe zu kommunizieren für deren Vertretung wir nominiert worden sind, folgt hier mein Blogeintrag an die breite Masse der Grünsympatisanten zum Thema: Basisdemokratie ;-))

Das Bekenntniss zu basisidemokratischen Entscheidungsprozessen ist eines der Grundfundamente im Verständnis im Eigenverständnis der Grünen, gleichzeitig aber auch eines der am schlechtesten definierten.

Basisdemokratisch hat in den Ursprüngen der Grünen bedeutet: Jeder ist an Jeder Entscheidung beteiligt. Das hat nie wirklich funktioniert, aber die Idee dahinter findet sich noch immer in der Struktur von Gremien wie der Landesversammlung wieder.

Bei der Landesvesammlung ist jedes Grünmitglied gleichberechtig und die Landesversammlung trifft laut Statut alle Personalentscheidungen der Wiener Landesgrünen. Diese reichen vom Vorstand, über die Listenplätze für Gemeinderats und Nationalratswahlen bis hin zu den Delegierten für den Bundesvorstand. Auf diese Weise hat jedes Mitglied über die Landesversammlung die Möglichkeit die Geschicke der Wiener Landesgrünen gleichberechtigt mitzubestimmen.

Mit zunehmendem Wachstum der Grünen kommt es aber zu einer zunehmenden Machtverschiebung: Die wirklichen Entscheidungen trifft zunehmend nicht mehr die Landesversammlung, sondern derjenige der sie vorbereitet. Die Landesversammlung ist mit 250 Teilnehmern zu groß und die Themen zu komplex um in 4 Stunden eine wirkliche Einigung zu erziehlen, daher ist es defakto notwendig die Entscheidungen vorzubereiten und von der Landesversammlung nur mehr absegnen zu lassen. Die Teilnehmer der Landeversammlung haben noch immer die Möglichkeit die Entscheidungen abzulehnen, sie nehmen aber zunehmend nicht mehr am eigentlichen Entscheidungsbildungsprozeß teil.

Sinnvoll wäre ein genereller Konsensbildungsprozess der Entscheidungen vorbereitet, bevor sie offizell gefällt werden. für einen solchen Konsensbildungsprozeß gibt es aber innerhalb der Grünen keinerlei Strukturen oder auch nur ansatzweise geklärte Vorgehensweisen. Daher hat man ständig das Gefühl irgendjemand hätte sich mit irgendjemand anderen heimlich etwas vereinbart, ohne das man weiß wieso oder warum und steht vor der Wahl entweder zu allem Ja und Amen zu sagen, in regelmäßigen Anständen die x-te Palastrevolution innerhalb der Grünen zu starten in der man versucht alles umzukrempeln, oder man verabschiedet sich überhaupt von der Arbeit innerhalb der Grünen.

Für Menschen mit viel Zeit und ein wenig strategischen Gespühr gibt es noch eine vierte Möglichkeit: Die richtigen Leute kennenlernen, anzufangen die informellen Strukturen zu verstehen und gezielt an diesen teilzunehmen.

Wenn aber die einzige Möglichkeit an der politischen Arbeit der Grünen teilzunehmn darin besteht, sich möglichst geschickt irgendwo hineinzureklamieren, oder die defakto Entscheidungsträger im richtigen Moment zu bequatschen entstehen vollkommen undurchschaubare und intransparente Strukturen, die mit demokratischen Entscheidungsprozessen nichts mehr zu tun haben.

Meine persönliche Definition für Basisdemokratisch lautet daher: Strukturen sind dann basisdemokratisch, wenn es klar definierte Regeln gibt, wie man sich an diesen beteiligen kann.

Klassisches Beispiel dazu ist die Landesversammlung. Es ist in den Statuten der Grünen genau definiert wer auf ihr stimmberechtigt ist und was genau wie gewählt wird. Ein anderes System findet sich in den Bezirksgruppen. Diese sind noch immer noch klein genug, dass jeder der möchte vorbeikommen kann und relativ leicht die Möglichkeit hat seine Ideen und Vorstellungen in dieser auf Bezirksebene umzusetzen.

Eine wirkliche Krise herscht aber bei den Grünen was die thematische Zusammenarbeit betrifft. Die Grünen sind sehr dezentral organisiert. Das macht sie zu einer sehr demokratischen und vor allem sehr flexiblen Organisation, beinhalten aber auch die Gefahr einer Zersplitterung wenn es um inhaltliche Themen geht.

Die Grünen brauchen ein Bildungspolitisches Programm das Hand und Fuß hat. Derzeit hat man aber oft das Gefühl es gebe ein halbes dutzend halbfertiger Programme eines vom Bund, eines vom Rathausklub, eines vom Grundlagenteam, eines von der Grass, eines von der Grünen Jugend,... Alle diese Programme sind inhaltlich meist sehr gut sind und enthalten viele sinnvolle Ideen. Gleichzeitig aber durch ihre Vielzahl eine Konsensbildung innerhalb der Grünen teilweise aber massiv beeinträchtigen (weil jeder möchte das sein eigenes Konzept zur offizellen Parteilinie erheben möchte und dementsprechend oft Lobbyarbeit gegen 'die Anderen' betrieben wird).

Was daher meiner Meinung nach fehlen sind klare Beteiligungsstrukturen im Bereich thematischer Arbeit. Die es einzelnen Personen oder Gruppen ermöglicht geziehlt ihr Wissen und Engagement einzubringen und die darauf abziehlen einen breiten Konsens zu einem gewissen Thema zu finden.

Für Menschen denen lokale Themen wichtig sind ist es immer noch sehr leicht diese in die Grünen einzubringen. Für Menschen die gerne geziehlt ihr fachliches Know-How einbringen wollen, sind die Grünen zu einem harten Stück Arbeit geworden (weil man zuerst eine halbe Ewigkeit damit verbringt herauszufinden wer was macht, sich dann überlegen muss in welcher Form man sich beteiligt kann und nach vielleicht 2 Jahren Leute kennenlernen zaghaft anfangen kann sein Wissen einzubringen).

Das Ganze ist ein für alle Beteiligten mühsamer Prozess. Für die Leute die sich engagagieren wollen ist es mühsam sich überall hineinreklamieren zu müssen. Für die Verantwortlichen ist es mühsam sich die ganze Zeit mit Interventionen herumschlagen zu müssen, wo irgendwer irgendetwas machen möchte.

Wenn es innerhalb der Grünen klarere Regeln, oder für alle Beteiligten durchschaubarere Gewohnheiten gäbe, wie thematische Konzepte erstellt
werden, wie man sich an deren Erstellung beteiligen kann und wie anhand dieser Konzepte Entscheidungen gefällt werden, wäre meiner Meinung nach das Leben innerhalb der Grünen für alle Beteiligten wesentlich gemütlicher und um einiges produktiver.

Status: Still Thinking

Samstag, August 21, 2004

Aupark

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Aupark ist das Luxuseinkaufszentrum in Bratislava und ist in der Nähe von Petrzalka ZST und Nove Mesto gelegen.

Man kann zum Aupark entweder mit dem Bus fahren oder zu Fuß hingehen:

Hier die Route von Petzalka ZST:
Beim Bahnhof rechts hinaus, kurzes Stück gerade ausgehen und die Brücke überqueren, dort die Kreuzung überqueren und den Weg Richtung Burg nehmen, dabei aber rechts von der Autobahn bleiben und zielstrebig in Richtung Aupark Schilder weitergehen. Den Billa an dem man vorbeikommt ignorieren und dafür einsehen, das man sich gerade verlaufen hat und gerade dabei ist, eine vollkommen sinnlose Wegbeschreibung zu produzieren :-))

Nachdem man beschlossen hat beim nächsten Mal doch auf den Bus zu warten, ein paar Einheimischen nachgelaufen ist und genaus das gemacht hat was man eigentlich vermeiden wollte (des Nächtens über eine Autobahn drüberzulaufen), gelangt man am Aupark an.

Die Geschäfte im Aupark haben die ganze Woche über von 9.00 - 21.00 geöffnet (inkl. Sonntag) der Terno Supermarkt hat von 9.00 - 22.00 geöffnet und der MacDonalds und die anderen Lokale bis 24.00 Uhr bzw. 3.00 Uhr früh.

An Geschäften findet man alles was das Herz von Mann oder Frau begehrt, mit der einzigen Ausnahme, dass es spannenderweise in der gesammten Slowakei keinen einzigen H&M zu geben scheint (Normalerweise ist die H&M Herrenabteilung der einzige Bereich, in dem ich mich in Sachen Modegeschäft ansatzweise wohl fühle).

Mit der Buslinie 93 kommt man Richtung Havla Stanica (9 Min). Wobei die Busstation etwas versteckt ist. Um sie zu finden muss man am oberen Ende des Auparks durch die Unterführung gehen und gleich danach rechts die Treppen hochgehen, den Zebrastreifen überqueren und noch einmal rechts um die Ecke biegen Die Busstation befindet sich direkt auf der Brücke (keine Sorge siese Wegbeschreibung ist richtig).

Um den letzen Zug nach Wien um 22.43 zu erreichen sollte man den Bus um 22.12 oder 22.27 nehmen (der letze Bus ist für Personen, welche sich nicht länger als 6 Minuten auf einem Bahnhof aufhalten wollen).

Nachdem aber heute mein Glückstag zu sein scheint, ist heute Friday Night Skating (sicheren Quellen zufolge ist es an jedem Freitag von Juli - August) in Bratislava, wodurch die Hauptroute quer durch Bratislava gesperrt ist, man quer durch halb Bratislava hirschen kann, mit Glück einen Bus der Linie 81 erwische um Punkt 22.43 in Havla Stanica ankomme, quer durch den Bahnhof spurte,fast in den falschen Zug einsteige, nur um festzustellen, das er Zug nach Wien bei der Abfahrt
sowieso seine üblichen 7 Minuten Verspätung hat.

Status: Still Thinking

Freitag, August 20, 2004

Love.at

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Ich gebe es hiermit unumwunden zu: Ich bin neuerdings Besitzer eines Love.at Premium Zugangs.

Love.at ist für Menschen wie mich eine komische Mischung aus reinem Paradies und purer Hölle.

Hunderte hoch sympatische Frauen, bei denen die Möglichkeit besteht, mehr über sie zu erfahren, die man Fragen kann wie es ihnen so geht, was sie so machen, was ihnen im Leben wichtig ist und fragen kann, ob sie nicht Lust hätten von einem verwöhnt und gestreichelt zu werden ;-))

Andererseits bedeutet Love.at aber auch hunderte Frauen über die man absolut nichts weiß, keine Ahnung hat was ihnen im Leben wichtig ist bei
denen man nur versuchen kann, sie mehr oder wenig intelligent anzusprechen (wobei ich bei meiner derzeitigen Antwortquote das Wort intelligent in Frage stellen würde).

Es macht großen Spaß Frauen anzusprechen die man noch nicht kennt und von denen man fast nichts weiß.

Aber man hat stänig das Gefühl exakt das Falsche zu sagen. Frauen welche Wert auf intelektuelle Gespräche legen fragt man ob sie mit einem kuscheln wollen, oder es stellt sich heraus das sie es bevorzugen
gefesselt zu werden.

Dafür schafft man es scheinbar die eigene Traumfrau mit schwachsinnigen Gesülz vollzuplappern, worauf diese von vornherein jedliche Kommunikation mit einem einstellt.

Gleichzeitig ist man selbst eine vielschichtige Persönlichkeit und möchte nicht in irgendeine Kategorie hineingepresst werden und nur
Frauen kennenlernen die zufällig den selben Typ haben (meine
Persönlichkeitstypen bei Love.at sind bei jedem ausfüllen des Tests von ENTP über INTP gewandert bis Love.at und ich uns Kollektiv auf ENFP geeinigt haben).

Wobei bei mir darauf gleich die nächste Persönlichkeitskrise ausgebrochen ist, weil die Kurzbezeichnung für ENFP auf love.at schwachsinnigerweise 'Champion' lautet und nicht viel korrekter und auf mich passender 'Motivierer' oder 'Visionär'.

Was scheinbar dazu führt, dass die Hälfte aller Männer auf Love.at solange den Psychotest ausfüllt bis als Typ 'Champion' herauskommt ;-))


Wie wird das Ganze weitergehen? Keine Ahnung wahrscheinlich werde ich schwer depremiert die Tatsache zur Kenntniss nehmen müssen, dass es Frauen gibt die sich für mich absolut nicht interessieren (Mit der Tatsache, dass ich nicht der Traummann jeder Frau bin kann ich gut leben. Aber wie kann man sich für irgendjemanden nicht interessieren?)

Mal sehen, vielleicht werde ich ja irgendwann einmal doch noch mit Emails zubombadiert.

Eine Geschlechtoperation und die eine oder andere kleine Notlüge bezüglich meines Alters könnte vielleicht helfen ;-))



Status: Fresh from Hiptop



Der Programmierer als Kuenstler

Möchte hiermit gerne eine Mail posten, die mir Stefan Lutschinger geschickt hat und sich mit dem Thema Programmierer & Künstler beschäfftigt.

Hallo Andreas,

zum Topos "Der Programmierer als Künstler" ein paar Hinweise: http://www.duke.edu/~giftwrap/House.html

Neben dem Konzeptkünstler und Programmierer Jack Burnham ist es Joseph Kosuth, dessen Manifest "Art after Philosophy" tonangebend für den Concept Art/Software Art Diskurs ist. (in: Alexander Alberro, Blake Stimson: conceptional art. a critical anthology, MIT press 2000) Ferner Sol Lewitts "Paragraphs on Conceptional Art" und "Sentences on Conceptional Art" (in: Alberro, Stimson 2000)

Nicht zuletzt alle Ausgaben des Magazins "art/language": http://members.ams.chello.nl/j.seegers1/e-files/art_language.html

Infos zu Jasia Reichardts legendärer Ausstellung "Cybernetic Serendipity" (s. Attachment, der Austellungskatalog ist ein Klassiker) und natürlich Wittgensteins "Philosophische Untersuchungen", die Aphorismen.

Beste Grüsse,
Stefan

4. NetzNetz Treffen

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Anbei die Fotos vom 4. NetzNetz Treffen mein Protokoll findet sich unter http://netznetz.net/wiki/index.php/4. Treffen

Khaus

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This entry of my Blog is written especially for Sara Arrigone from Opensource Lab Turin (developers of Medialinux). It shows some pictures of Khaus the location of our NetzNetz.net event which will take place from 15.-17. October 2004.

It would be great if Medialinux could participate at NetzNetz.net and I hope you had nice Hollidays.

Status: Still thinking

Devin

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Bin gerade dabei endlich meinen Hiptop leerzuräumen und die ganzen angesammelten Entwürfe zu posten. Anbei die Photos von Bratislava Devin mein halbgeschriebener Text über Devib ist leider irgendwo in den weiten meines Hiptops verschollen. Hohle ihn bei gelegenheit nach.

Status: Still Thinking

Equal Eyes Manifest

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Diese Woche war der Equal Eyes Kongress und ich habe es leider erst zum letzten Veranstaltung geschafft: Der Diskussion über das Equal Eyes Manifest.

Das depremierende bei Diskussionen im Netzkunstbereich ist, dass es im Endeffekt immer um das selbe Thema geht: Wie verdiene ich als Netzkünstler Geld? Dieses Thema überschattet die gesamte Disskusion und erstickt alle Visionen und langfristigen Ziele, weil alle Aktivitäten darauf ausgerichtet sind möglichtst bald Geld zu aquirieren.

Ich bin zunehmend am überlegen, ob ich in der ganzen Künster / Vertwertungsdiskussion nicht die Extremsituation einnehmen soll, dass es unmöglich ist mit dem Verkauf Digitaler Kunst Geld zu verdienen (Die Medienindustrie schafft es nur, weil sie den Staat und seine Gesetze zur eigenen Gewinnmaximierung benutzt).

Was im Netzkunstbereich fehlen sind Sekundärmarkte oder Plattformen die ein kollektiven Mäzenthum ermöglich.

Im Bereich Freier Software ist mittlerweile ein sehr großer Markt für Dienstleistung entstanden, der verhindert, dass einzelne Entwickler nicht am Hungertuch nagen müssen. Etwas auch nur ansatzweise ähnliches gibt es im Netzkunstbereich nicht bzw. nicht mehr (nachdem dem Webdesignermarkt zusammengebrochen ist).

Eine zweite Möglichkeit wäre die kollektive Versteigerung Digitaler Kunstwerke. Wo einzelne die Möglichkeit haben eine eher geringe Summe zu stiften, die aber im Kollektiv hoch genug ist, damit ein Künstler davon Leben kann, bzw. eine Motivation hat seine Werke Frei weiterzugeben.
Sinnvoll wären auch Versteigerung wo Leute so lange Geld bieten, bis der Künstler mit der Gesammtsumme zufrieden ist und sich bereit erklärt sein Werk Frei herzugeben (am besten gekoppelt mit einer Zeitlichen Befristung der Geldangebote, damit der Künstler nicht auf die Idee kommt ewig zu warten).

Status: Still Thinking

Steuerungsgruppe Struktur

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Nachdem ich die Ehre habe der neuen Steuerungsgruppe Stuktur der Wiener Landegrünen anzugehören, hier meine Ideen zu dem Thema.

Die Strukturgruppe ist aus einem Antrag bei der letzten Landesversammlung (LV) der Wiener Landesgrünen entstanden. Der ursprüngliche Antrag hat eine Art Überkontrollgruppe vorgeschlagen, welche die Tätigkeiten der bestehenden Gremien kontrolliert. Es war eine genereller Konsens auf der LV nicht noch ein neues Gremium aus dem Boden zu stampfen.

Angenommen wurde auf der LV daher ein Änderungsantrag des Vorstandes, welcher die Schaffung eine Gruppe von 12 Personen vorsieht, welche sich mit dem Thema Grüne Strukturen beschäftigt.

Die Ausgangslage für die Strukturgruppe sind recht spannend: Sie hat keine konkreten Vorgaben und keinerlei direkte Kompetenzen. Dementsprechend hat die Gruppe die Möglichkeit, ohne irgendeinen Druck die aktuelle Struktur der Grünen anzusehen und konkrete Handlungsvorschläge für ihre Verbesserung zu machen. Die Gruppe kann sich aber genau so gut auch zu einem reinen Papiertiger entwickeln (es wird sich zeigen).

Hier meine persönlichen Ziele für die Strukturgruppe:

1. Die Kommunikation innerhalb der Grünen gehört verbessert:
Eine der Hauptschwierigkeit der Grünen ist das Fehlen von internen Konsensbildungsmechanismen. Der Hauptteil Grüner Arbeit wird von Ehrenamtlichen getan. Von deren Motivation sich für die Grünen zu engagieren, hängt der Erfolg der Grünen (vor allem im Wahlkampf) maßgeblich ab. Wichtig für Ehrenamtliche ist jedoch die Möglichkeit ihre Ideen und Ansichten in die Grünen einbringen zu können. Dazu braucht es klare Mechanismen und Strukturen, wie dies erfolgen kann und Mechanismen wie die dabei auftretenden Konflikte gelöst werden können.

Ein reines degradieren der Ehrenamtlichen zu billigen Hilfsarbeitern für den Wahlkampf führt zu einer hohen Unzufriedenheit der Ehrenamtlichen (weil sich diese ausgenützt vorkommen) und einer Inhaltlichen Verarmung der Grünen (weil das fachliche Know How, welche die Ehrenamtlichen einbringen fehlt).

2. Es muss möglich sein sich zu streiten.
Die Grünen arbeiten hart daran ihr Image der in sich zerstrittenen Partei abzulegen. Das ist Gut und es haben alle Beteiligten gelernt das Austragen von Konflikten innerhalb der Medien zu vermeiden (weil alle dadurch verlieren). Oft schlägt das Ganze jedoch ins Gegenteil aus: Konflikte werden so lange von allen Beteiligten unter den Tisch gekehrt, bis sie bei einer x-beliebigen Gelegenheit wieder hochkommen (siehe letzte Landesversammlung & Diskussion um die Wahl von Maria Vassilakou).
Es müssen daher Möglichkeiten gefunden werden Konflikte möglichst in ihren Anfängen auszutragen, bevor es zu Lagerbildungen kommt, bei denen einzelne Gruppen nur mehr ihren mittlerweile einzementierten Standpunkt vertreten und die Bildung einer Konsensmeinung extrem schwer oder unmöglich ist.

3. Dezentrale & Demokratische Strukturen
Die Grünen sind am Sprung von einer kleinen familiären Kleinpartei hin zu einer eher unpersönlichen Mittelpartei. Dadurch ist es nicht mehr möglich alle Entscheidungen im Kollektiv zu fällen. Was dazu führt das einzelne gezwungen sind autokratische Entscheidungen zu treffen (weil die Bildung einer Konsensmeinung über die bisherigen Mechanismen nicht mehr funktioniert bzw. zu lange Dauern und irgendwann einmal irgendwer eine Entscheidung treffen muss).
Ich halte es für sehr gefährlich zu glauben, ab einem gewissen Punkt wären streng hierachische Strukturen unumgänglich. Was es braucht sind klar definierte Aufgaben und Verantwortungsbereich. Demokratisch wird eine Struktur nicht einfach dadurch, dass über jede Funktion abgestimmt wird. Demokratisch sind Strukturen an denen jeder teilhaben kann. Dazu ist es jedoch notwendig die Strukturen enstprechend flexibel zu
gestalten. Was zu der Herausforderung führt Strukturen zu schaffen in denen alle Aufgaben geklärt sind, sich diese Aufgabenverteilung aber jederzeit ändern kann.

Status: Still Thinking

Sonntag, August 08, 2004

Zlate piesky

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Zlaté piesky ist so etwas wir die Donauinsel von Bratislava nur schöner und mit 24 Stunden Tesco & Campingplatz. Ob einem die Flugzeuge gefallen, welche einem vom nahe gelegenen Flughafen in ca. 100 Meter Höhe überfliegen ist jedoch geschmacksache (ob sie einen überfliegen oder nicht hängt von der jeweiligen Windrichtung ab).

Zlaté piesky ist leicht von Hlavná stanica aus in 22 Minuten mit der Straßenbahnlinie 2 zu erreichen. Am Weg dorthin kommt man am Popolus City Center vorbei. Eine Station vor Zlaté piesky liegt der Tesco Vajnorská mit den üblichen 24 Stunden am Tag Öffnungszeiten.

Von der Station geht man über die Brücke und landet direkt vor dem Eingang des Bades. Gleich daneben befindet sich der Campingplatz (ich weiß für beides noch keine Preise, Abends ist der See aber frei zugänglich).

Der See hat einen netten Strand, man kann sich Tretboote ausborgen, zusätzlich gibt es einen Wasserskilift. Zusätzlich gibt es noch einige Lokale uns zwei Discos auf dem Gelände.

Der Campingplatz ist nett, vor allem gibt es schöne Bungalows. Bevölkert wird er scheinbar in erster Linie von Slowaken, Holländern und Deutschen.

Zurück kann man mit der Strassenbahnlinie 2 Richtung Hlavná Stanica oder Linie 4 Richtung Nove mesto fahren:

- Straßenbahnlinie 2:
- Straßenbahnlinie 4:

Status: Still Thinking